Stressfreie Wohnungsrückgabe

Die Wohnungsrückgabe ist für viele Mieter eine stressige Angelegenheit. Hat der Mieter die alte Wohnung gekündigt und eine neue gefunden, muss vieles organisiert und geplant werden. Und meistens fehlt die Zeit, denn das Mietverhältnis endet spätestens mittags um 12:00 Uhr nach dem letzten Tag des Monats, auf welchen gekündigt worden ist. Das neue Mietverhältnis beginnt am Tage des Mietbeginns um 12:00 Uhr. Eine rechtzeitige und sorgfältige Planung des Umzuges ist daher eine wichtige Voraussetzung für einen reibungslosen Ablauf der Wohnungsrückgabe.

Nicht immer ist der ausziehnede Mieter in der komfortablen Lage und kann die alte Wohnung bereits früher abgeben, da die neue Wohnung schon bezugsbereit ist. Die gekündigte Wohnung muss bis zum Abgabetermin geräumt und gründlich gereinigt sein. Kleinere Reparaturen wie zum Beispiel das Ersetzen von Glühbirnen, Zahngläsern, Duschschläuchen oder fehlenden Backblechen sind durch den Mieter vorzunehmen. Betreffend der offenen Bohrlöcher sollte sich der Mieter mit der Verwaltung vorgängig absprechen. Manche Verwaltungen ziehen es vor, wenn die Bohrlöcher offen gelassen anstatt unfachmännisch ausgebessert werden. Die meisten Verwaltungen überlassen dem ausziehenden Mieter eine Checkliste für die Wohnungsrückgabe, worin alle wichtigen Punkte für eine reibungslose Wohnungsabgabe geregelt sind.

Bei der Wohnungsrückgabe ist es wie bei der Wohnungsübergabe empfehlenswert, ein gemeinsames Zustandsprotokoll zu erstellen. Der Vermieter muss die Wohnung bei der Rückgabe sorgfältig prüfen und Mängel, für welche der Mieter einzustehen hat, sofort rügen und dem Mieter bekannt geben. Das Abnahmeprotokoll ist vom Mieter ebenfalls zu unterzeichnen. Mit der Unterzeichnung des Protokolls erklärt sich der Mieter mit den allenfalls aufgeführten Mängeln einverstanden. Unterschreibt der Mieter das vom Vermieter erstellte Abnahmeprotokoll nicht oder ist er mit einzelnen Punkten nicht einverstanden, so sollte er diese Punkte auf dem Protokoll ausdrücklich festhalten. Der Vermieter muss in einem solchen Fall dem Mieter die nicht anerkannten Mängel sofort (innert 2 bis 3 Tagen) per eingeschriebenem Brief zustellen.

Der Mieter sollte bei der Wohnungsrückgabe die Reinigungsutensilien noch in Griffweite haben, damit allenfalls noch kleinere Nachreinigungen sofort durchgeführt werden können. Schäden, welche auf eine übermässige Abnützung zurückzuführen sind, werden im Protokoll festgehalten. Dabei muss die Paritätische Lebensdauertabelle (vom Mieterverband und Hauseigentümerverband gemeinsam erarbeitet) berücksichtigt werden. Gemäss der Paritätischen Lebensdauertabelle ist zum Beispiel ein Acryl-Farbanstrich an Wänden und Tapeten bereits nach acht Jahren amortisiert. Der Mieter haftet für eine übermässige Abnützung nur im Rahmen der verbleibenden Lebensdauer. Falls bei einem Mieterwechsel die Wohnung bereits nach vier Jahren wieder gestrichen werden muss, so haftet der ausziehende Mieter nur für die Hälfte der Malerarbeiten.

Änderungen, die der Mieter selber vorgenommen hat und welchen der Vermieter nicht schriftlich zugestimmt hat, sind durch den Mieter wieder rückgängig zu machen.

Der Mieter darf die Wohnung aber selbstverständlich im üblichen Rahmen benutzen. Die damit verbundene normale Abnutzung (z. B. verbleichte Tapeten, kleine Schatten bei Bildern und Möbeln, kleine Gebrauchsspuren im Parkett etc.) ist durch die Bezahlung des Mietzinses abgegolten.

Bei Fragen Rund um die Wohnungsabnahme bzw. Übergabe steht Ihnen unsere Fachkundige Immobilienabteilung gerne zur Verfügung.

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